Manche seriellen Endgeräte verfügen bereits über einen eigenen TCP/IP Protokollstack, der
physikalisch eine standardmäßige Punkt-zu-Punkt-Schnittstelle wie die RS232 in
Verbindung mit SLIP (Serial Line Internet Protocol) verwendet.
Ursprünglich ist diese Möglichkeit zur Fernwartung und -konfiguration über ein externes Modem gedacht;
heute ist es allerdings in vielen Fällen wünschenswert, derartige Anwendungen in das Ethernet-LAN zu
integrieren und somit auch den häufig bereits vorhandenen WAN-Zugang mitnutzen zu können.
Bei der nachfolgenden Applikation nutzt eine Telefonanlage SLIP zur Übertragung Ihrer
Konfigurations- und Gebührendaten. Um eine räumlich flexible Administration der Anlage zu ermöglichen,
wurde die Anbindung an das Ethernet-LAN über einen als SLIP-Router arbeitenden W&T Com-Server
realisiert.
Technischer Hintergrund:
Wie bereits aus der Bezeichnung "Serial Line Internet Protocol" erkennbar, bietet SLIP
eine Möglichkeit, IP-Datenverkehr einschließlich höherer Protokolle wie UDP oder TCP über eine serielle
Punkt-zu-Punkt-Verbindung zu übertragen. Aus Sicht des OSI-Modells arbeitet SLIP - wie auch
Ethernet oder Token Ring - auf physikalischer Ebene. Im konkreten Fall eines als SLIP-Router
arbeitenden Com-Servers bedeutet das - je nach Datenrichtung - den Ersatz des
Ethernet-Protokoll-Rahmens durch einen seriellen SLIP-Rahmen oder umgekehrt.