| |
Applikation zu allen W&T -Geräte mit Ethernet-Anschluss:
Zugriff per DSL auf W&T Geräte aus dem Internet
Web-IO Analog / Digital / Klima, Com-Server, RFID-Server
Steigende Übertragungsraten bei gleichzeitig sinkenden Preisen haben DSL
in den vergangenen Jahren zu DER Standardlösung für Internetzugänge
gemacht. Im Gegensatz zu den klassischen, ausgehenden Anwendungen wie
Internet-Browser und Email-Client, gilt es bei eingehenden Verbindungen
einige, im Folgenden beschriebene Punkte zu beachten. Wie in der Grafik dargestellt,
soll als konkretes Beispiel ein im Intranet installiertes Web-Thermometer auch
aus dem Internet heraus auslesbar und konfigurierbar werden. Servicemitarbeitern
wird hierdurch ermöglicht, auch außerhalb der üblichen Arbeitszeiten,
von einem beliebigen Standort aus auf die aktuellen Temperaturwerte oder auch
die Geräte-Konfiguration zuzugreifen.

Für die Kommunikation innerhalb des Intranets, werden für private
Netzwerke reservierte IP-Bereiche verwendet. Abhängig von der Netzwerkklasse
liegen diese innerhalb folgender Bereiche:
| Class A: |
10.0.0.0 |
- |
10.255.255.255 |
| Class B: |
172.16.0.0 |
- |
172.31.255.255 |
| Class C: |
192.168.0.0 |
- |
192.168.255.255 |
Das Bindeglied zum Internet stellt der Router dar, dem WAN-seitig vom jeweiligen
ISP eine offizielle IP-Adresse zugeteilt wird. Hierdurch ist dessen einwandfreie
Identifizierung innerhalb des Internets jederzeit gewährleistet. Aus Sicht
einer ausgehenden Verbindung wie dem Browser, ist das skizzierte Netzwerk quasi
per Plug'n Play in Betrieb zu nehmen. Die Ziel-Adresse des Kommunikationspartners
im Internet ist bekannt und der Verbindungsaufbau erfolgt aus dem internen Netzwerk
heraus. Vereinfacht ausgedrückt, hat der Router bei ausgehenden
Paketen also lediglich die Aufgabe, die Absender-Adressen durch seine WAN-seitige,
offizielle zu ersetzen. Bei aus dem Internet eingehenden Paketen innerhalb dieser
Verbindung wird dann die Ziel-IP wieder durch jene des Teilnehmers im Intranet
ersetzt. Dieser simple, vom Router vorgenommene Adressentausch im IP-Header,
erlaubt es eine ganzes Intranet mit diversen Teilnehmern über nur eine
der knappen offiziellen IP-Adressen an das Internet anzubinden.
Wie auch bei der klassischen Telefonie, möchte man aber nicht nur andere
Teilnehmer anrufen, sondern auch die Möglichkeit haben, selber angerufen
zu werden. Um das Web-Thermometer im Internet "sichtbar" zu machen,
gilt es folgende Punkte zu berücksichtigen:
Feste oder dynamische IP-Adressen
Grundlage jeglichen Datenverkehrs im Internet sind IP-Adressen; egal für
welche Anwendung oder welches Protokoll. In Zusammenhang mit DSL-Anschlüssen
bieten die ISP hier in aller Regel zwei Möglichkeiten. Die einfache, allerdings
auch mit höheren Kosten verbundene Lösung ist es, eine statische IP-Adresse
zu ordern. In diesem Fall muss man sich nur noch um die unter NAT beschriebene
Weiterleitung der einzelnen Dienste in das Intranet kümmern. Als kostengünstige
Alternative, besonders für nur gelegentliche Zugriffe, bieten sich hingegen
die Standard DSL-Tarife mit dynamischen Adressen an. Dem Router wird hierbei
mit jedem DSL-Verbindungsaufbau eine neue Adresse aus dem Pool des Providers
zugewiesen. Viele Router bieten für diesen Betrieb eine spezielle Funktion
zur Veröffentlichung ihrer jeweils aktuellen IP-Adresse.
DynDNS - Dynamischer Name Service
DynDNS ist ein im Basispaket kostenloser Service, der es Internetzugängen
mit wechselnden Adressen erlaubt, unter einem eigenen Hostname Dienste im Internet
anzubieten. Details zur Einrichtung eines Accounts sowie eigener Hostnamen können
der Webseite http://www.dyndns.org entnommen werden. Im Kern handelt es sich
bei DynDNS um einen über das Web fernaktualisierbaren DNS-Server. Am konkreten
Beispiel des Web-Thermometers, registriert man zunächst einen freien Hostnamen
für sein Gerät. Im Gegensatz zum klassischen DNS-Service wird diesem
Host jetzt aber keine statische IP-Adresse zugeordnet, sondern es besteht die
Möglichkeit diese Zuordnung online über ein spezielles HTTP-Protokoll
zu vorzunehmen. Das hierfür notwendige Client-Programm ist häufig
bereits in die Firmware vieler DSL-Router integriert. Erhält der Router
vom ISP jetzt eine neue IP-Adresse, wird diese automatisch an das DNS-System
von DynDNS gemeldet und mit einer kurzen Verzögerung ist das Web-Thermometer
über seinen Hostnamen weltweit erreichbar.
NAT - Network Address Translation
Nachdem der Router über die IP-Adresse jetzt einwandfrei identifizierbar
ist, stellt sich noch eine letzte Hürde. Aus Sicherheitsgründen und
auch weil der Router bei Auslieferung den Adressbereich des Intranets nicht
kennen kann, werden aus dem Internet eingehende Verbindungen standardgemäß
abgewiesen oder einfach ignoriert. Um einen Verbindungsaufbau weiterzuleiten,
muss dem Router zunächst also explizit mitgeteilt werden, auf welchen Host
des internen Netzwerkes dieses zu erfolgen hat. Die Entscheidung wird hierbei
auf Basis der TCP- oder UDP-Portnummer getroffen. In unserem Beispiel sollen
von außen Zugriffe auf die Webseiten des Web-Thermometers erfolgen. Das
hierfür vom Browser genutzte Protokoll ist HTTP, welches als Standard über
den TCP-Port 80 abgewickelt wird. Die Regel in der Firewall des Routers muss
also so formuliert sein, dass aus dem Internet eingehende Verbindungen zum TCP-Port
80 an die Intranet IP-Adresse des Web-Thermometers vermittelt werden. Das folgende
Bild zeigt die entsprechende Konfigurationsseite eines DSL-Routers von Netgear.

Einige Beispiele für ab Werk verwendete Portnummern in W&T-Geräten.
Teilweise sind diese allerdings per Konfiguration modifizierbar, so dass im
Einzelfall eine Überprüfung mit Hilfe der Handbücher erforderlich
ist.
| Anwendung |
Protokoll |
Portnummer(n) |
| HTTP (Web-Server) |
TCP |
80 |
| Telnet-Konfiguration |
TCP |
1111 |
| W&T Tag-Control Port |
TCP |
2683 |
| COM-Umlenkung, Port A |
TCP |
8000, 9094 |
| COM-Umlenkung, Port B |
TCP |
8100. 9194 |
| COM-Umlenkung, Port C |
TCP |
8200, 9294 |
| COM-Umlenkung, Port D |
TCP |
8300, 9394 |
|