Applikation zum seriellen Com-Server:
OPC: Com-Server in der Automatisierungstechnik
Als MMI (Mensch-Maschine-Interface) haben sich im Bereich der Automatisierungtechnik Visualisierungen diverser Hersteller als Standardlösungen durchgesetzt. Um unabhängig von den vielen herstellerspezifischen Protokollen zu bleiben, bedienen sich fast alle Visualisierungen bei der Kommunikation mit der Feldebene der OPC-Technologie (OLE for Process Control).
Wie die Skizze verdeutlicht, arbeiten die OPC-Server im Prinzip als Gateway-Applikation.
Zur Anwendung hin steht die standardisierte OPC Software-Schnittstelle,
welche die E/A-Informationen in Form von Items zur Verfügung stellt.
Nach "unten" heraus werden die Werte, bzw. Inhalte dieser Items
vom OPC-Server über spezielle Protokolle ermittelt.
1 Windows-Anwendung (Visualisierung, SCADA, GLT ...).
Liest/schreibt E/A-Werte (=Items) aus dem OPC-Server / in den OPC-Server2 OPC-Server als Software-Komponente vom Hersteller des Feldgerätes, der Visualisierung oder eines Drittanbieters. Der OPC-Server stellt OPC-Clients E/A-Werte als Items zur Verfügung.
3 Immer häufiger löst Ethernet die klassischen RS232- und RS485-Schnittstellen als Übertragungsmedium ab.
4 Beliebige Geräte wie z.B. SPS, WebIO Digital, Web-Thermometer, serielle Com-Server, etc.
Welche Möglichkeiten bieten W&T-Geräte in OPC-Umgebungen?
Einbindung abgesetzter E/A-Punkte
Abgesetzte beliebige E/A Punkte können über das Intranet in Prozeßvisualisierungen integriert werden. Durch die in den meisten Fällen bereits vorhandene komplexe Infrastruktur der Netzwerke existiert sozusagen keine Längenbeschränkung zwischen Visualisierungs-Rechner und E/A-Punkt. Aufwand und Kosten für Verkabelung entfallen.
Einbindung abgesetzter serieller Meldungen
Der W&T OPC-Server unterstützt neben der Erfassung digitaler E/A-Punkte auch die Kommunikation mit seriell an den Com-Server angeschlossenen Geräten. Die Verarbeitung von ASCII-Alarmen, zyklisch ausgegebenen Meßwerten/Meldungen oder auch die nachfolgend skizzierte Steuerung einer Anzeigetafel können auf diese Weise aus der Prozeßvisualisierung heraus realisiert werden.
Einbindung abgesetzter Steuerungen über Standard-Protokolle
Oftmals besteht die Notwendigkeit, abgesetzte Geräte mit seriellem Standardprotokoll in Visualisierungen oder auch andere Anwendungen zu integrieren. Selbstverständlich bietet sich auch hier an, die Vorzüge der meist schon vorhandenen Netzwerkinfratruktur mit zu nutzen. In wieweit ein Tunneln solch serieller Protokolle durch das Netzwerk möglich ist, hängt wesentlich von deren Timings-Spezifikationen ab. Standard Ethernet erfüllt hier nur "weiche" Echtzzeitanforderungen.
In der Praxis erfolgt die Integration wiederum über OPC, wobei als OPC-Server entweder der vom Hardware-Hersteller gelieferte Produkt oder das eines Drittanbieters eingesetzt werden kann. Abhängig von den Möglichkeiten des OPC-Servers erfolgt die physikalische Anbindung dann entweder direkt über die Socket-Schnittstelle (Verbindungsparameter = IP-Adress + Portnummer) oder über den Umweg der W&T COM-Umlenkung mit einem virtuellen COM-Port.