Hintergrundinformationen:
Kleines Netzwerk-ABC
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A
- Abschlußwiderstand
-
Bei koaxialen Netzwerktopologien wie 10Base5 oder 10Base2 muss jeder Netzwerkstrang am Anfang und am Ende mit einem Abschlußwiderstand (Terminator) abgeschlossen werden. Der Wert des Abschlußwiderstandes muß der Kabelimpedanz entsprechen; bei 10Base5 oder 10Base2 sind dies 50 Ohm.
- Administrator
-
Systemverwalter, der im lokalen Netzwerk uneingeschränkte Zugriffsrechte hat und für die Verwaltung und Betreuung des Netzwerks zuständig ist. Der Administrator vergibt unter anderem die IP-Adressen in seinem Netzwerk und muß die Einmaligkeit jeder IP-Adresse gewährleisten.
- ARP - Address Resolution Protocol
-
Über ARP wird die zu einer IP-Adresse gehörende Ethernet-Adresse eines Netzwerkteilnehmers ermittelt. Die ermittelten Zuordnungen werden auf jedem einzelnen Rechner in der ARP-Tabelle verwaltet. In Windows-Betriebssystemen kann man auf die ARP-Tabelle mit Hilfe des ARP-Befehls Einfluß nehmen.
Eigenschaften und Parameter des ARP Kommandos in der DOS-Box:
ARP -Alistet die Einträge der ARP-Tabelle aufARP -S <IP-Adresse> <Ethernet-Adresse>fügt der ARP-Tabelle einen statischen Eintrag hinzuARP -D <IP-Adresse>löscht einen Eintrag aus der ARP-Tabelle
ARP ist im Internet-Standard RFC-826 definiert.
- AUI - Attachment Unit Interface
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Schnittstelle zur Anbindung eines externen Ethernet-Transceivers.
Getrennt nach Sende-, Empfangs- und Kollisions-Information werden die Daten vom Transceiver auf einem 15-poligen D-SUB-Steckverbinder zur Verfügung gestellt. Der Anschluß des Endgerätes erfolgt über ein 8-adriges TP-Kabel von max. 50m Länge.
Während die AUI-Schnittstelle in der Vergangenheit hauptsächlich zur Ankopplung von Endgeräten an 10Base5-Transceiver (Yellow Cable) genutzt wurde, verwendet man sie heute eher zur Anbindung an LWL-Transceiver (Glasfaser) o.ä.
B
- BNC - Bayonet Neill Concelmann
-
Bei der BNC-Steckverbindung handelt es sich um einen Bajonettverschluß zum Verbinden zweier Koaxialkabel. BNC-Steckverbindungen werden in 10Base2-Netzwerken zur mechanischen Verbindung der RG-58-Kabel (Cheapernet) verwendet.
- Bridge
-
Bridges verbinden Teilnetze miteinander und entscheiden anhand der Ethernet-Adresse, welche Pakete die Bridge passieren dürfen und welche nicht. Die dazu notwendigen Informationen entnimmt die Bridge Tabellen, die je nach Modell vom Administrator eingegeben werden müssen oder von der Bridge dynamisch selbst erstellt werden.
vgl. auch Router
- Broadcast
-
Als Broadcast bezeichnet man einen Rundruf an alle Netzteilnehmer. Eine typische Broadcast-Anwendung ist der ARP-Request. Auch andere Protololle - etwa RIP - nutzen Broadcast-Meldungen.
Broadcast-Meldungen werden nicht über Router oder Bridges weitergegeben.
- Bus-System
-
Bei einem Bus-System teilen sich mehrere Endgeräte eine einzige Datenleitung (Busleitung). Da zu einer gegebenen Zeit jeweils nur ein Endgerät die Datenleitung benutzen darf, erfordern Bus-Systeme immer ein Protokoll zur Regelung der Zugriffsrechte. Klassische Bus-Systeme sind die Ethernet-Topologien 10Base2 und 10Base5.
C
- Cheapernet
- Client
-
Anwendungen, welche Verbindungen zu sogenannten Servern aufbauen, um die entsprechenden Dienste zu nutzen. Der bekannteste Client ist der Web-Browser, welcher die Verbindung zu einem Web-Server aufnimmt. Praktisch alle Internet-Dienste, wie Mail, FTP, Telnet, Socket usw. arbeiten nach dem Client-Server Schema.
Der Client ist quasi der "Anrufer", während der Server auf "Anrufe" wartet, um diese bei Bedarf anzunehmen.
- Client-Server-Architektur
-
System der "verteilten Intelligenz", bei dem der Client Verbindung zu einem Server aufbaut, um vom Server angebotene Dienste in Anspruch zu nehmen. Manche Server-Anwendungen können mehrere Clients gleichzeitig bedienen.
- Com-Server
-
Kleine Endgeräte in TCP/IP-Ethernet Netzwerken, die Schnittstellen für serielle Geräte und digitale E/A-Punkte über das Netzwerk zur Verfügung stellen. Com-Server können sowohl als Server als auch als Client genutzt werden.
D
- DHCP - Dynamic Host Configuration Protocol
-
Dynamische, zeitlich begrenzte Zuteilung von IP-Adressen aus einem Adressenpool.
DHCP wird benutzt, um PCs in einem TCP/IP-Netz automatisch - also ohne manuellen Eingriff - zentral und somit einheitlich zu konfigurieren. Der Systemadministrator bestimmt, wie die IP-Adressen zu vergeben sind und legt fest, über welchen Zeitraum sie vergeben werden.Grundsätzlich hat dieses Verfahren den Effekt, dass jeder Netzteilnehmer bei jeder neuen Verbindung eine andere IP-Adresse zugeteilt bekommt. Aus diesem Grund müssen Netzwerkkomponenten wie Com-Server oder Print-Server, die immer über eine festgelegte IP-Adresse angesprochen werden, von der IP-Adressenvergabe über DHCP ausgeschlossen werden.
DHCP ist in den Internet-Standards RFC 2131 (03/97) und RFC 2241 (11/97) definiert.
- DNS - Domain Name Service
-
Netzteilnehmer werden im Internet über numerische IP-Adressen angesprochen. Doch weil man sich Namen eben besser merken kann als Nummern, wurde der DNS eingeführt.
Wird vom Anwender zur Adressierung ein Domain-Name angegeben, erfragt der TCP/IP-Stack beim nächsten DNS-Server die zugehörige IP-Adresse. Im DNS-Server wird eine Liste geführt, in der die IP-Adressen des Netzwerkes, bzw. der Domäne, den ensprechenden Host-Namen zugeortnet sind.Eine DNS-Tabelle kann folgendermaßen aussehen:
- 172.16.232.10 webtherm.firma.de
- 172.16.232.11 ntsrv.firma.de
- 172.16.232.12 novellsrv.firma.de
- ...
Wird nun durch eine Anwendung oder vom Benutzer z.B. der Teilnehmer "Ntsrv" verlangt, wird die Anfrage zunächst an den DNS-Server geschickt, der dann die IP-Adresse 172.16.232.11 für den Host-Namen zurückgibt. Im Internet funktioniert das Verfahren genauso. Die Internet DNS-Sever enthalten allerdings Web-Adressen, z.B. klima.wut.de. Sollte der DNS-Server einen angefragten Host-Namen nicht in der Tabelle enthalten haben, so wird die Anfrage an benachbarte DNS-Server weitergereicht. Wenn nach einer bestimmten Zeit keine Antwort von einem DNS-Server erhalten wird, so wird die Verbindung abgebrochen und es erscheint im Web-Browser eine Fehlermeldung über die nicht gefundene Seite.
DNS beruht auf einem hierarchisch aufgebauten System: Jede Namensadresse wird über eine Top-Level-Domain ("de", "com", "net" usw.) und innerhalb dieser über eine Sub-Level-Domain identifiziert. Jede Sub-Level-Domain kann (muß aber nicht) nochmals untergeordnete Domains enthalten. Die einzelnen Teile dieser Namenshierarchie sind durch Punkte voneinander getrennt.
Netzwerkressourcen sollten sinnvollerweise einen Domain-Namen erhalten, der im Kontext zu der angeboten Dienstleistung oder dem Firmennamen des Anbieters steht. So läßt sich z.B. "WuT.de" in die Top-Level-Domain "de" (= Deutschland) und die Sub-Level-Domain "WuT" (= Wiesemann & Theis GmbH) auflösen.
- DNS-Server
-
DNS-Server stellen im Internet die Dienstleistung zur Verfügung, einen Domain-Namen in eine IP-Adresse aufzulösen.
E
- Ethernet
-
Ethernet ist die zur Zeit bei lokalen Netzen am häufigsten angewandte Technologie. Es gibt drei verschiedene Ethernet Topologien: 10Base2, 10Base5 und 10BaseT; die Übertragungsrate beträgt 10 Mbit/s.
- Ethernet-Adresse
-
Die unveränderbare, physikalische Adresse einer Netzwerkkomponente im Ethernet.
F
- Fast-Ethernet
-
Fast-Ethernet ist quasi ein Upgrade der 10BaseT-Topologie von 10MBits/s auf 100 Mbit/s.
- Firewall
-
Unter Firewall versteht man Netzwerkkomponenten, die ähnlich einem Router ein internes Netzwerk (Intranet) an ein öffentliches Netzwerk (z.B. Internet) ankoppeln. Hierbei lassen sich die Zugriffe ins jeweils andere Netz abhängig von der Zugriffsrichtung, dem benutzten Dienst sowie der Authentifizierung und Identifikation des Netzteilnehmers begrenzen oder komplett sperren.
Ein weiteres Leistungsmerkmal kann die Verschlüsselung von Daten sein, wenn z.B. das öffentliche Netz nur als Transitweg zwischen zwei räumlich getrennten Teilen eines Intranet genutzt wird.
- FTP - File Transfer Protocol
-
FTP ist ein auf TCP/IP aufsetzendes Protokoll, das es ermöglicht, ganze Dateien zwischen zwei Netzwerkteilnehmern zu übertragen. FTP arbeitet wie alle anderen Protokolle unter TCP nach dem Client-Server-Verfahren. Der FTP-Client übernimmt hierbei die Initiative, und der Anwender übergibt mit dem FTP-Kommando Parameter, die Art und Richtung der Datenübertragung bestimmen.
Nach dem Aufruf des FTP-Komandos aus der DOS-Box
FTP <IP-Adresse des FTP-Servers>
wird zunächst die Verbindung zum FTP-Server aufgebaut, der dann seinerseits den Benutzernamen und ggf. ein Passwort erfragt.Ist die Verbindung aufgebaut, kann durch Eingabe weiterer Befehle und Parameter auf den FTP-Server zugegriffen werden. Hier einige wichtige Befehle:
asciischaltet auf die Übertragung von Text-Dateien umbinaryschaltet auf die Übertragung von Binär-Dateien umput <Dateiname>sendet die angegebene Datei an den FTP-Serverget <Dateiname>liest die angegebene Datei vom FTP-Server
Neben den hier aufgeführten Befehlen stellt FTP unter Windows eine Reihe weiterer Möglichkeiten zur Verfügung. Näheres kann man über die Hilfefunktion unter DOS erfahren (Eingabe des "?" am FTP Prompt). Die Syntax der FTP-Befehle unterscheidet sich allerdings von Betriebssystem zu Betriebssystem.
FTP ist in RFC 959 beschrieben.
G
- Gateway
-
Gateways verbinden – wie auch Bridges und Router – verschiedene Netze miteinander. Während Bridge und Router zwar ggf. die physikalische Art des Netzes umsetzen (z.B. Ethernet - ISDN),das eigentliche Protokoll (z.B. TCP/IP) aber unberührt lassen, bieten Gateways die Möglichkeit, einen Zugang zu protokollfremden Netzen zu schaffen (z.B. TCP/IP auf Profibus). Ein Gateway hat also unter anderem auch die Aufgabe, unterschiedliche Kommunikationsprotokolle zu übersetzen.
Achtung: bei der Netzwerkkonfiguration in Windows-Betriebssystemen wird auch die Eingabe eines Gateways gefordert. Diese Angabe bezieht sich allerdings auf einen ggf. im Netzwerk vorhandene Router!
H
- Hub
-
Ein Hub - oft auch als Sternkoppler bezeichnet - bietet die Möglichkeit, mehrere Netzteilnehmer sternförmig miteinander zu verbinden. Datenpakete, die auf einem Port empfangen werden, werden gleichermaßen auf allen anderen Ports ausgegeben.
Neben Hubs für 10BaseT (10Mbit/s) und 100BaseTX (100Mbit/s) gibt es sogenannte Autosensing-Hubs, die automatisch erkennen, ob das angeschlossene Endgerät mit 10 oder 100Mbit/s arbeitet. Über Autosensing-Hubs können problemlos ältere 10BaseT-Geräte in neue 100BaseT-Netzwerke eingebunden werden.
I
- ICMP - Internet Control Message Protocol
-
Das ICMP-Protokoll dient der Übertragung von Statusinformationen und Fehlermeldungen zwischen IP-Netzknoten. ICMP bietet außerdem die Möglichkeit einer Echo-Anforderung; auf diese Weise läßt sich feststellen, ob ein Bestimmungsort erreichbar ist.
vgl. auch Ping
- Internet
-
Das Internet ist der derzeit weltweit größte Netzverbund, der den angeschlossenen Netzteilnehmern eine nahezu grenzenlose Kommunikationsinfrastruktur zur Verfügung stellt. Durch Einsatz von TCP/IP können die Netzteilnehmer plattformunabhängig im Internet angebotenen Dienste wie E-mail, FTP, Browser-Dienste wie HTTP usw. in Anspruch nehmen.
- Intranet
-
Ein abgeschlossenes Netzwerk (etwa innerhalb eines Unternehmens), in dessen Grenzen die Netzteilnehmer internettypische Dienste wie E-mail, FTP oder Browser-Dienste wie HTTP usw. in Anspruch nehmen können.
In aller Regel gibt es von einem Intranet über Router bzw. Firewalls auch Übergänge in das Internet. - IP - Internet Protocol
-
Protokoll, das die Verbindung von Teilnehmern ermöglicht, die in unterschiedlichen Netzwerken positioniert sind.
- IP-Adresse
-
Die IP-Adresse ist eine 32-Bit-Zahl, die jeden Netzteilnehmer im Internet bzw. Intranet eindeutig identifiziert. Sie besteht aus einem Netzwerkteil (Net-ID) und einem Benutzerteil (Host-ID).
- ISDN - Integrated Services Digital Network
-
ISDN ist der neue Standard in der Fernmeldetechnik und hat das analoge Fernsprechnetz in Deutschland komplett ersetzt. Bei ISDN werden Telefon und Telefax, aber auch Bildtelefonie und Datenübermittlung integriert. Über ISDN können also abhängig von den jeweiligen Endgeräten Sprache, Texte, Grafiken und andere Daten übertragen werden.
ISDN stellt über die S0 Schnittstelle eines Basisanschlusses zwei Basiskanäle (B-Kanäle) mit je 64 kbit/s sowie einen Steuerkanal (D-Kanal) mit 16 kbit/s zur Verfügung. Der digitale Teilnehmeranschluß hat zusammengefaßt eine maximale Übertragungsgeschwindigkeit von 144 kbit/s (2B+D). In den beiden B-Kanälen können gleichzeitig zwei unterschiedliche Dienste mit einer Bitrate von 64 kbit/s über eine Leitung bedient werden.
- ISDN-Router
-
ISDN-Router gestatten es, zwei lokale Netzwerke über das ISDN-Netz eines Telefonnetz-Providers miteinandernder zu verbinden. Dabei übernehmen ISDN-Router neben den normalen Funktionen eines Routers auch das Handling der ISDN-Verbindung.
J
K
L
- LAN - Local Area Network
-
Lokales Netz innerhalb eines begrenzten Gebiets unter Anwendung eines schnellen Übertragungsmediums wie z.B. Ethernet
M
- MAC-ID
-
Die unveränderbare, physikalische Adresse einer Netzwerkkomponente (MAC = Media Access Control).
vgl. auch Ethernet-Adresse
N
- NAT - Network Address Translation
-
Durch die explosionsartige Ausweitung des Internet in den letzten Jahren sind freie IP-Adressen knapp geworden und werden nur noch sehr sparsam vergeben. NAT kommt dort zum Einsatz, wo Firmennetze ans Internet angebunden werden. Das Firmennetz ist über einen NAT-fähigen Router mit dem Internet verbunden, arbeitet intern allerdings mit einem eigenen vom Internet unabhängigen IP-Adressraum. Von außen ist das Netz nur über eine einzige (oder einige wenige) IP-Adresse(n) ansprechbar. Anhand der Port-Nr. im empfangenen TCP/IP-Paket wird dieses an einen bestimmten internen Netzteilnehmer weiter geroutet.
Beispiel: Die Adresse klima.wut.de wird vom DNS-Server eines Providers aufgelöst und die Anfrage wird an die zugehörige IP-Adresse geschickt. Diese Anfrage kommt beim ISDN-Router an, der per NAT diese IP-Adresse auf die interne IP-Adresse des W&T Web-Thermometers umlenkt und so den Zugriff auf das Gerät ermöglicht.
O
P
- Ping - Packet Internet Groper
-
Ping dient in TCP/IP-Netzen zu Diagnosezwecken; mit Hilfe dieser Funktion läßt sich überprüfen, ob ein bestimmter Teilnehmer im Netz existiert und tatsächlich ansprechbar ist.
Ping arbeitet mit dem ICMP-Protokoll, welches auf das IP-Protokoll aufsetzt. Setzt ein Netzteilnehmer durch Eingabe des Ping-Kommandos einen ICMP-Request ab, gibt die angesprochene Station einen ICMP-Reply an den Absender zurück.
Der Aufruf des Komandos
PING <IP-Adresse>in der DOS-Box fordert den durch die IP-Adresse angegeben Netzteilnehmer auf, eine Rückmeldung zu geben.Zusätzlich können noch diverse Parameter angegeben werden:
-tWiederholt das Ping-Kommando in Dauerschleife, bis der Anwender mit <Strg>C unterbricht.-ncount Wiederholt das Ping-Kommando "count" mal.-lsize "size" gibt an, mit wieviel Byte das ICMP-Packet aufgefüllt wird. Bei Com-Servern in Default-Einstellung sind dies maximal 512 Byte.-wtimeout "timeout" spezifiziert, wie lange (in Millisekunden) auf die Rückmeldung gewartet wird.
Beispiel:
PING 172.16.232.49 -n 50
wiederholt das Ping-Kommando an die Station 172.16.232.49 fünfzigmal.Ist der Netzteilnehmer vorhanden, erscheint folgende Rückmeldung:
Reply from 172.16.232.49: bytes=32 time=10ms TTL=32Bleibt die Rückmeldung aus, wird folgende Meldung zurückgegeben:
Request timed out.Die von Ping verwendeten ICMP-Pakete sind im Internet-Standard RFC-792 definiert.
- PPP - Point to Point Protocol
-
PPP ist ein erweiterter Nachfolger von SLIP und weist u.a. eine verbesserte Fehlerkorrektur auf.
Genau wie SLIP bietet PPP die Möglichkeit, TCP/IP-Geräte, die keinen LAN-Anschluß haben, über die serielle Schnittstelle in TCP/IP-Netze einzubinden.
Q
R
- Repeater
-
In lokalen Netzen dient ein Repeater zur Verbindung zweier Ethernet-Segmente, um das Netz über die Ausdehnung eines einzelnen Segmentes hinaus zu erweitern. Repeater geben Datenpakete von einem Netzwerksegment zum anderen weiter, indem sie zwar die elektrischen Signale normgerecht "auffrischen", den Inhalt der Datenpakete dabei aber unverändert lassen.
Erkennt der Repeater auf einen der angeschlossenen Segmente einen physikalischen Fehler, wird die Verbindung zu diesem Segment abgetrennt ("partitioniert").>Die Partitionierung wird automatisch aufgehoben, wenn der Fehler nicht mehr vorhanden ist.
Zwischen zwei Stationen dürfen nicht mehr als vier Repeater liegen. Diese Regel betrifft allerdings lediglich "hintereinander" liegende Repeater – bei der Realisierung baumartiger Netzwerkstrukturen kann also durchaus eine Vielzahl von Repeatern eingesetzt werden.
- RIP - Routing Information Protocol
-
Routing-Protokolle wie RIP dienen dazu, Veränderungen der Routen zwischen zwei vernetzten Systemen an die beteiligten Systeme weiterzuleiten und so eine dynamische Änderung der Routingtabellen zu ermöglichen.
RIP ist im Internet-Standard RFC-1058 definiert.
- Router
-
Router verbinden zwei unterschiedliche Netze, wobei im Gegensatz zu Bridges nicht anhand der Ethernet-Adresse, sondern in Abhängigkeit von der IP-Adresse entschieden wird, welche Datenpakete weiterzuleiten sind.
vgl. auch Bridge
S
- Server
-
Anwendungen, welche Verbindungen von sogenannten Clients annehmen und die entsprechenden Dienste zur Verfügung stellen. Der bekannteste Server ist der Web-Server, welcher die Verbindungen von einem Web-Browser annimmt. Praktisch alle Internet-Dienste, wie Mail, FTP, Telnet, Socket usw. arbeiten nach dem Client-Server Schema.
Der Server wartet quasi auf "Anrufer", um diese bei Bedarf anzunehmen, während der Client der "Anrufer" ist.
- SLIP – Serial Line Internet Protocol
-
SLIP bietet eine einfache Möglichkeit zur Übertragung von TCP/IP-Datenpaketen über serielle Punkt-zu-Punkt-Verbindungen. Damit können Endgeräte, die nicht über einen LAN-Anschluß verfügen, auch über die serielle Schnittstelle ins Netzwerk eingebunden werden.
SLIP arbeitet nach einem sehr einfachen Algorithmus ohne eigene Datensicherungsverfahren: Dem eigentlichen IP-Datenpaket wird ein Startzeichen (dezimal 192) vorangestellt und ein Endzeichen (ebenfalls dezimal 192) angehängt. Um die binäre Transparenz zu erhalten, werden im Datenpaket vorkommende Start- und Endzeichen zuvor durch andere Sequenzen ersetzt.
SLIP ist in RFC 1055 beschrieben.
- SLIP-Router
-
Ein SLIP-Router stellt die Hardware und Funktionalität zur Verfügung, um serielle Endgeräte, die über einen TCP/IP-Stack verfügen, in ein Netztwerk einzubinden.
Com-Server stellen z.B. SLIP-Routing als Betriebsart zur Verfügung.
- SNMP - Simple Network Management Protocol
-
SNMP setzt auf UDP auf und ermöglicht die zentrale Administration und Überwachung von Netzwerkkomponenten.
SNMP ist in folgenden Standards spezifiziert: RFC 1052, RFC 1155, RFC 1156, RFC 1157, RFC 1213 und RFC 1441.
- STP - Shielded Twisted Pair
-
Abgeschirmtes Datenkabel, bei dem jeweils 2 Kabeladern miteinander verdrillt sind.
vgl. auch Twisted Pair
- Subnet-Mask
-
32-Bit-Wert, der festlegt, welcher Teil der IP-Adresse das Netzwerk und welcher den Netzwerkteilnehmer adressiert.
- Switch
-
Ein Switch bietet wie ein Hub die Möglichkeit, mehrere Netzteilnehmer sternförmig miteinander zu verbinden. Switches vereinigen die Funktionalität eines Hub mit denen einer Bridge: Ein Switch "lernt" die Ethernet-Adresse des an einem Port angeschlossenen Netzteilnehmers und leitet dorthin nur noch diejenigen Datenpakete weiter, die an diesen Netzteilnehmer adressiert sind.
Eine Ausnahme bilden dabei Broadcast-Meldungen, die an alle Ports weitergegeben werden (hier unterscheidet sich der Switch in seiner Funktion von einer Bridge, die Broadcast-Meldungen generell nicht weitergibt).
Neben Switches für 100BaseTX (100Mbit/s) gibt es sogenannte Autosensing-Switches, die automatisch erkennen, ob das angeschlossene Endgerät mit 10 oder 100Mbit/s arbeitet. Über Autosensing-Switches können problemlos ältere 10BaseT-Geräte in neue 100BaseT-Netzwerke eingebunden werden.
T
- TCP - Transmission Control Protocol
-
TCP setzt auf IP auf und sorgt nicht nur für die Verbindung der Teilnehmer während der Datenübertragung, sondern stellt auch die Korrektheit der Daten und die richtige Abfolge der Datenpakete sicher.
- TCP/IP-Stack
-
Teil des Betriebssystems oder ein auf das Betriebssystem aufgesetzter Treiber, der alle für die Unterstützung des IP-Protokolls benötigten Funktionen und Treiber zu Verfügung stellt.
- Telnet - Terminal over Network
-
In der Vergangenheit kam Telnet vor allem für den Fernzugriff über das Netzwerk auf UNIX-Sever zum Einsatz. Über eine Telnet-Anwendung (Telnet-Client) kann von einem beliebigen Rechner im Netz ein Fernzugriff auf einen anderen Rechner (Telnet-Server) erfolgen. Heute wird Telnet auch zur Konfiguration von Netzwerkkomponenten wie z.B. Com-Servern benutzt. Telnet wird unter TCP/IP normalerweise über Port-Nr. 23 angesprochen; für spezielle Anwendungen können aber auch andere Portnummern verwendet werden. Telnet setzt auf TCP/IP als Übertragungs und Sicherungsprotokoll auf.
Eigenschaften und Parameter von Telnet in der DOS-Box:TELNET <IP-Adresse>
baut eine Telnet-Verbindung auf den Port 23 des durch die IP-Adresse angegebenen Telnet-Servers auf.TELNET <IP-Adresse> <Port-Nr>
baut eine Telnetverbindung auf den angegebenen Port des adressierten Telnet-Servers auf.Um z.B. eine Telnetverbindung auf den Konfigurations-Port (1111) eines W&T Com-Servers aufzubauen, könnte die Befehlszeile so aussehen:
TELNET 172.16.232.49 1111In der Windows-Umgebung werden die Adressierungsparameter für Telnetverbindungen im Menu Verbinden/Netzwerksystem eingegeben. Im Eingabefenster wird unter Hostname die IP-Adresse des Telnet-Servers, unter Anschluß die gewünschte Port-Nr. eintragen. Der vorgegebene Eintrag telnet entspricht Port 23.
Telnet ist im Internet-Standard RFC 854 definiert.
- TFTP - Trivial File Transfer Protocol
-
Das Trivial File Transfer Protocol (TFTP) ist neben FTP ein weiteres Protokoll zur Übertragung ganzer Dateien. TFTP bietet nur ein Minimum an Kommandos, unterstützt keine aufwendigen Sicherheitsmechanismen und benutzt UDP als Übertragungsprotokoll. Da UDP ein ungesichertes Protokoll ist, wurden in TFTP eigene minimale Sicherungsmechanismen implementiert.
Das Trivial File Transfer Protocol ist in den Standards 783, 906, 1350 und 1782 bis 1785 beschrieben.
- Transceiver
-
Das Wort Transceiver ist eine Zusammensetzung aus Transmitter (Sender) und Receiver (Empfänger). Der Transceiver realisiert den physikalischen Netzzugang einer Station an das Ethernet und ist bei den modernen Ethernet-Topologien 10Base2 und 10BaseT auf der Netzwerkkarte integriert. Nur bei 10Base5
(vgl. auch AUI-Anschluß) ist der Transceiver als externe Komponente direkt am Netzwerkkabel angebracht.
- Twisted Pair
-
Datenkabel, bei dem jeweils zwei Kabeladern miteinander verdrillt sind. Durch die paarige Verseilung einzelner Doppeladern wird ein deutlich reduziertes Übersprechverhalten zwischen den Doppeladern in einem Kabel erreicht. Man unterscheidet bei Twisted-Pair-Kabeln zwischen ungeschirmten UTP-Kabeln (Unshielded Twisted Pair) und geschirmten STP-Kabeln (Shielded Twisted Pair).
TP-Kabel werden vor allem in der Netzwerktechnik eingesetzt und sind nach ihren maximalen Übertragungsfrequenzen kategorisiert; in der Praxis kommen heute meist zwei Typen zum Einsatz:
Kategorie-3-Kabel erlauben eine maximale Übertragungsfrequenz von 25MHz, ausreichend für den Einsatz in 10BaseT-, aber auch 100BaseT4-Netzen.
Kategorie-5-Kabel erlauben eine maximale Übertragungsfrequenz von 100MHz und reichen damit für alle heutigen Netzwerktopologien aus.
U
- UDP - User Datagram Protocol
-
UDP ist ein Protokoll, das wie TCP auf IP aufsetzt, im Gegensatz dazu aber verbindungslos arbeitet und über keine Sicherheitsmechanismen verfügt. Der Vorteil von UDP gegenüber TCP ist die höhere Übertragungsgeschwindigkeit.
- UTP - Unshielded Twisted Pair
-
Nicht abgeschirmtes Datenkabel, bei dem jeweils zwei Kabeladern miteinandernder verdrillt sind.
vgl. auch Twisted Pair
V
W
X
Y
Z
10
- 10Base2 - 10Mbit/s BASEband 200(185)m/Segment
-
Ethernet-Topologie auf koaxialer Basis mit einer Übertragungsrate von 10MBit/s.
Weitere geläufige Bezeichnungen für 10Base2 sind auch Cheapernet oder Thin-Ethernet. Es wird Koax-Kabel mit 50 Ohm Impedanz in einer dünnen und flexiblen Ausführung verwendet, um die einzelnen Stationen busförmig miteinander zu verbinden. Anfang und Ende eines Segments müssen mit Abschlußwiderständen von 50 Ohm abgeschlossen werden.Die Transceiver sind auf den Netzwerkkarten integriert, so daß der Bus direkt bis an jeden Arbeitsplatz geführt werden muß, wo er über BNC-T-Stücke an den Rechner angeschlossen wird. Die Dämpfung des Kabels sowie die teilweise hohe Anzahl von Steckverbindern beschränken ein 10Base2 Segment auf max. 185m mit max. 30 Anbindungen. Zwischen zwei Stationen dürfen nicht mehr als vier Repeater liegen.
Die Schwachstelle der physikalischen Bus-Topologien von Ethernet liegt in der Tatsache, daß eine Unterbrechung des Kabels - z.B. durch Abziehen eines Steckverbinders - den Stillstand des gesamten Netzsegmentes zur Folge hat.
- 10Base5 - 10Mbit/s BASEband 500m/Segment
-
10Base5 ist die ursprüngliche Ethernet-Spezifikation. Die Verkabelung beruht hier auf einem koaxialen Buskabel mit 50 Ohm Impedanz und einer max. zulässigen Länge von 500m (Yellow Cable). Bedingt durch die koaxiale Zwei-Leiter-Technik (Seele und Schirm) lassen sowohl 10Base5 als auch 10Base2 lediglich einen Halbduplex-Betrieb zu.
Die Netzwerkteilnehmer werden über externe Transceiver angeschlossen, die über Vampir-Krallen die Signale direkt vom Buskabel abgreifen, ohne dieses durch Steckverbinder o. ä. zu unterbrechen. Getrennt nach Sende-, Empfangs- und Kollisions-Information werden die Daten vom Transceiver auf einem 15-poligen D-SUB-Steckverbinder zur Verfügung gestellt. Der Anschluß des Endgerätes erfolgt über ein 8adriges TP-Kabel von max. 50m Länge.
Zwischen zwei beliebigen Stationen dürfen nicht mehr als vier Repeater liegen. Diese Regel betrifft allerdings nur "hintereinander" liegende Repeater - bei der Realisierung baumartiger Netzwerkstrukturen kann also durchaus eine Vielzahl von Repeatern eingesetzt werden.
Durch die Verwendung von relativ hochwertigem Kabel ohne jegliche Unterbrechungen durch Steckverbinder ergeben sich die Vorteile der großen Segmentlänge und der hohen Anzahl möglicher Anbindungen pro Segment (max. 100).Die Dicke und Unflexibilität des Yellow Cable sowie die durch externe Transceiver zusätzlich entstehenden Kosten sind die Hauptnachteile von 10Base5 und haben wohl entscheidend zur Einführung von 10Base2 beigetragen.
- 10BaseT - 10Mbit/s BASEband Twisted Pair
-
Mit der Definition von 10BaseT wird die physikalische Topologie von der logischen getrennt. Die Verkabelung ist, ausgehend von einem Hub als zentraler aktiver Komponente, sternförmig ausgeführt. Es wird ein mindestens zweipaariges Kabel der Kategorie 3 mit 100 Ohm Impedanz verwendet, in dem die Daten getrenntnach Sende- und Empfangsrichtung übertragen werden.
Als Steckverbinder werden 8-polige RJ45-Typen eingesetzt, in denen die Paare auf den Pins 1/2 und 3/6 aufgelegt sind. Die max. Länge eines Segments (= Verbindung vom Hub zum Endgerät) ist auf 100m begrenzt. Ihren Ursprung hat die 10BaseT-Topologie in den USA, weil sie ermöglichte, die dort üblichen Telefonverdrahtungen auch für den Netzwerkbetrieb zu nutzen. Für Deutschland entfiel dieser Vorteil, da hier für die Telefonie Stern-4er-Kabel verlegt wurden, die den Anforderungen der Kategorie 3 nicht entsprachen.
Kabelunterbrechungen oder abgezogene Stecker, die bei allen physikalischen Busstrukturen einen Stillstand des gesamten Segmentes bedeuten, beschränken sich bei 10BaseT lediglich auf einen Arbeitsplatz.
100
- 100BaseT4 - 100Mbit/s BASEband Twisted 4 Pairs
-
100BaseT4 spezifiziert eine Ethernet-Übertragung mit 100Mbit/s. Wie bei 10BaseT handelt es sich um eine physikalische Sternstruktur mit einem Hub als Zentrum. Es wird ebenfalls ein Kabel der Kategorie 3 mit 100 Ohm Impedanz, RJ45 Steckverbindern und einer max. Länge von 100m eingesetzt.
Die zehnfache Übertragungsgeschwindigkeit von 100Mbit/s bei gleichzeitiger Einhaltung der Kategorie-3-Bandbreite von 25MHz wird u.a. auch durch die Verwendung aller vier Aderpaare erzielt. Für jede Datenrichtung werden bei 100BaseT4 immer 3 Paare gleichzeitig verwendet.
- 100BaseTX - 100Mbit/s BASEband Twisted 2 Pairs
-
100BaseTX spezifiziert die 100Mbit/s-Übertragung auf 2 Aderpaaren über eine mit Komponenten der Kategorie 5 realisierte Verkabelung. Kabel, RJ45-Wanddosen, Patchpanel usw. müssen gemäß dieser Kategorie für eine Übertragungsfrequenz von mindestens 100MHz ausgelegt sein.